Ende Oktober 2017 hielt jemand einen Vortrag bei dem Community Treff der Radikalen Optimisten. Er sprach über Selbstmanagement und Morgenroutinen. Er stellte ein Modell vor, indem ein Überblick über das eigene Leben und die darin enthaltenen Bereiche gegeben ist. In Anlehnung an seine Grafik erstellte ich meine eigene und nahm mir als CDM für November vor, jeden Tag eine halbe Stunde mit diesem Modell verbringen zu müssen.

Eine feste Morgenroutine zu haben, wurde schon von vielen Coaches empfohlen. Hier will ich meine vorstellen. Ist die Routine bis ins Detail designed, hat man den von Lionel heiß geliebten „Rutschbahn-Effekt-Vorteil“. Man steht auf und gleitet in den Tag, ohne Gedankenkraft für Entscheidungen aufgebracht haben zu müssen.

Meine Routine beginnt mit einem großen Glas Wasser, gefolgt von ca. 10 tiefen Atemzügen am offenen Fenster. Nachdem das Bett gemacht ist, werden Klimmzüge an der Stange gemacht.

Weiter geht es mit Affirmationen über Liebe, Gesundheit und Beruf. Dafür gehe ich in mich und spreche in deutlichen Worten gute Sachen über mein Leben aus. „Mein Körper ist gesund, er funktioniert einwandfrei, mein Blut wird gereinigt und zirkuliert perfekt, meine Gelenke sind sanft und stark, (usw.)”. „Ich bin liebevoll, ich gebe Liebe und liebe das Dasein, (usw.)”. Abschließend affirmiere ich gute Deals, zufriedene Geschäftspartner und einen erfolgreichen Arbeitstag.

Danach lese ich einen Abschnitt in einem Buch über Persönlichkeitsentwicklung. Irgendwas von Chu, Robbins, Osho, Peña, oder „Die Kunst des Liebens” von Erich Fromm. Alternativ hörte ich in ein Hörbuch von Kiyosaki oder Wallace Wattles rein.

Danach geht es zum besonderen Teil. Ich gehe entsprechend der Pyramide von oben nach unten alle meine „Assets” durch. D.h. ich danke für alles was ich besitze. Angefangen von meinem Körper, meiner Seele und meinem Verstand hinzu meinen zwischenmenschlichen Beziehungen sowie meinen materiellen (Möbel, MacBook, Kleidung) und immateriellen (Bildung, Beziehungen, Wissen, Intuition) Besitztümern. Bei der Verwandschaft brauche ich am längsten und rufe mir kurz alle Namen und Gesichter vor mein geistiges Auge, die Teil davon sind. Schön ist es, all die Namen auszusprechen von Leuten, die eine Bedeutung haben in meinem Leben.

Anschließend mache ich mir meine acht Verantwortungsbereiche bewusst und notiere u.U etwas, das dringend heute(!) erledigt werden muss. Einige Tage habe ich gebraucht um das Modell für mich anzupassen. Einige Schaffensbereiche habe ich entfernt bzw. ersetzt.

Danach geht es zum Kalender, der eher symbolischen Charakter hat. Ich plane meinen Tag durch und notiere mir meine Aufgaben.

Abschließend packe ich mir Sportzeug und gesunde Snacks in meinen Rucksack, bestenfalls habe ich dies schon am Vorabend erledigt.

Der Tag kann beginnen.

Anmerkung: Informationen, die mir zu persönlich sind, habe ich aus meinem hier ersichtlichen Modell entfernt. Falls ihr Lust auf die Datei habt um sie für euch anzupassen, schicke ich sie euch gerne zu (lionel.schibli@radikaleoptimisten.com).

Mein inneres Chaos hat sich durch dieses Modell der Ordnung nähern können. Wenn du ein Mensche wie ich bist, und immer tausend offene Baustellen, Ideen und Projekte hast, dann ich dir das empfehlen. „When priorities are clear, decisions are easy” hat ein kluger Kopf mal gesagt. Mir hat das Modell ebenfalls geholfen meine Prioritäten zu finden.