Ich bin ein chronischer To-Go- und unterwegs-Esser. Dadurch schiebe ich mir oft Mahlzeiten in den Rachen, mit einer Liebe, wie der Maurer sie für seine Backsteine hat. Möglichst nahrhaft, möglichst schnell, möglichst effizient. Zeit will gespart werden. Wo ließe sich das besser als bei der Nahrungsversorgung?

Diese Logik machte mich unzufrieden. Ist Essen nicht Magie, ein Sinn des Lebens, der Grund überhaupt warum ich Geld beschaffe? So entschied ich mich dafür, nur noch im sitzen essen zu dürfen.

Schwer wurde es beim kochen (abschmecken verboten), beim Naschen (für ein Stückchen Schokolade kurz hinsetzen) und bei Events (“der Stehtisch ist hübsch, aber ich setze mich lieber auf einen Stuhl in den Seminarraum zum snacken”). Insgesamt ist mir überhaupt erst aufgefallen, wie oft ich mir Futter in den Hals werfe.

Durch dieses Ritual habe ich nur noch bewusst gegessen. Jeder Happen, jedes Sandwich, jeder Riegel und Apfel wurden im Dezember im Sitzen verzehrt. Bewusst. Dankbar. Genießerisch.

Kann die CDM jedem empfehlen der vergessen hat, wie zauberhaft das Phänomen der Nahrung wirklich ist. Ebenfalls ist es eine Diät-form, da ich oft auf Snacks verzichtet habe, weil ich mir die Zeit zur Verzehrung nicht nehmen wollte.