Das Hindernis

Es ist 23:36 Uhr. Ich liege hellwach im Bett. Mein Geist reflektiert den vergangenen Tag. Das hätte ich besser machen können, jenes hätte ich noch erledigen können – ah shit, das hab ich voll vergessen und oh – daran muss ich morgen unbedingt denken. Hm, reicht mein Geld dafür? Stopp. Was ist jetzt mein Job? Einschlafen. Helfen mir meine selbstkritischen Gedanken gerade dabei? Nein.

Die Lösung

Es ist unmöglich, gleichzeitig dankbar und unglücklich zu sein. Den August wollte ich nutzen, um mich zu konditionieren, in Dankbarkeit zu Bett zu gehen. Also habe ich jeden Tag kurz vor der Nachtruhe notiert, was an besagtem Tag gut gelaufen ist. Gar nicht so einfach für einen Deutschen wie mich. Anfangs hielt ich meinen Stift und murmelte: “was soll ich denn jetzt schreiben” vor mich hin.

Mit der Zeit wurde es immer einfacher. Nicht selten kam mein Hirn richtig in Dankbarkeits-Fahrt. Erst zog ich ihm drei Sachen aus der Nase und dann machte es einfach weiter! Während ich einschlief, schrieb es Listen von glücklichen Zufällen und Ereignissen die der Tag mit sich gebracht hatte. Als würde sich das vergrößern, worauf ich meine Aufmerksamkeit richte.

Der neue Weg

Tatsächlich ist es nun normal für mich, beim Einschlafen daran zu denken, was alles gut gelaufen ist. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Aber nicht nur das. Selbst unser Hirn scheint Gedanken entsprechend unseren Gewohnheiten auszuspucken. Der Affe zwischen meinen Ohren quatscht mich nun mit Abends mit all den guten Dingen voll, die ich getan habe. Nicht selten gleite ich nun in den Schlaf, während meine Lippen: Danke, danke, danke murmeln.

Klingt Utopisch? Prüfe meine Worte und probier’s aus! Eine kleine Starthilfe kann dir das Five Minute Journal sein: Ein Tagebuch, indem vorgedruckt ist, was du zu notieren hast…